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Jahresrückblick 2021: Impfen, Elbe, Erdbeereis

Auf und ab

Riesenrad vor blauem Himmel mit Schäfchenwolken
Auf und ab wie ein Riesenrad - so war 2021

Wie lässt sich das vergangene Jahr beschreiben? Wenn ich zurückblicke, war 2021 geprägt von viel Auf und Ab. Wie ein Riesenrad. Gleichzeitig kommt es mir so vor, als sei das Jahr relativ statisch gewesen, obwohl eigentlich eine ganze Menge passiert ist. Wie ein Riesenrad: Die Gondeln gehen auf und ab, jede ist mal ganz oben, aber keine kommt wirklich von der Stelle. 

 

Aber bevor das Auf und Ab so richtig losging, hatten wir erst einmal einen richtigen Harzwinter!

Flockdown im Lockdown

Tief verschneite Winterlandschaft in fahlem Gegenlicht, am Himmel dramatische Wolken
Märchenlandschaft nach drei Tagen Schneefall

So viel Schnee! Und das hier unten am Rand des Harzes! Im Februar hat es drei Tage durchgeschneit. Der Balkon war eine einzige Schneeverwehung, der Vorgarten wurde tiefer und tiefer unter dem vom Bürgersteig weggeschippten Schnee vergraben, wundersame Formen bildeten sich im Garten. Nach den drei Tagen Dauerschneefall war alles tief verschneit, und im Internet hatte sich ein neues Wort verbreitet: Flockdown! Ums Homeoffice herum entstand eine Märchenlandschaft, und als das Schneegestöber nachließ und die Sonne sich wieder hervorwagte, lockten lange Schneespaziergänge. Das perfekte Wetter für ein echtes norddeutsches Grünkohlessen!

Corona-Pandemie, Jahr 2

Die Pandemie ging in ihr zweites Jahr und hatte einen großen Anteil am Auf und Ab des Jahres. Einschränkungen und Lockerungen, Sorge und Erleichterung, Zuhausebleiben und Rausgehen, steigende und fallende Infektionszahlen … 

Nahaufnahme eines Eisbechers mit frischen Erdbeeren, Sahne und Waffel
Erdbeereis zum Geburtstag - endlich wieder im Eiscafé

Im späten Frühjahr sanken die Zahlen nach einem relativ großen Ausbruch hier bei uns endlich. So konnten wir im Sommer einige Erleichterungen genießen – bei aller Vorsicht – bevor wir im Herbst bei wieder steigenden Infektionszahlen wieder zum Zuhausebleiben und dem Einschränken der Kontakte zurückkehrten. Auf und ab eben ... Immerhin habe ich mir zu meinem Geburtstag endlich mal wieder einen Stadtbummel in Goslar gegönnt – mit großem Erdbeer-Joghurt-Eis und leckerem Essen in einem winzig kleinen Chinarestaurant. Eine Wohltat nach all den Einschränkungen!

Der emotionalste und hoffnungsvollste Moment im Auf und Ab der Corona-Pandemie? Das waren unsere Impfungen. Meine und die meiner Lieben, die bis auf ganz wenige Ausnahmen alle im Laufe des Frühjahrs und Sommers geimpft wurden. Das war eine große Erleichterung.

Vorsichtige Lockerungen

Unter anderem dadurch war es möglich, im Sommer den Urlaub zu machen, den wir eigentlich schon für 2020 geplant hatten. Zwei Wochen im Elbsandsteingebirge mit einem traumhaften Blick von der großen Terrasse der Ferienwohnung auf die Elbe. Am anderen Ufer der Ortskern der hübschen kleinen Stadt, den man nur mit einer kleinen Personenfähre (oder per Auto auf einem riesigen Umweg) erreichen konnte. Nur ein paar Schritte weiter um die nächste Flussbiegung konnten wir schon die Bastei sehen. Wir haben auf steilen Pfaden und Stufen Schluchten erkundet, einen Tafelberg erklommen, sind an der Elbe spazieren gegangen und haben stundenlang den Blick von unserer Terrasse genossen. Ein Traum!

Im Spätsommer waren wir dann auch endlich wieder bei meiner Familie in Schleswig-Holstein. Wegen diverser Autobahnsperrungen und anderer Verkehrshindernisse haben wir den Umweg über die Elbfähre genommen. So kam es, dass ich innerhalb weniger Wochen die Elbe auf zwei verschiedenen Fähren überquert habe!

Ein Jahr selbstständig

Ins Jahr 2021 fiel nicht nur der Jahrestag des Pandemiebeginns, sondern auch das einjährige Jubiläum meiner hauptberuflichen Selbstständigkeit. Fast hätte ich es vergessen, so vertraut fühlt es sich schon an, von zu Hause für meine Kund:innen zu schreiben und zu lektorieren! Die Mischung von Kund:innen und Themen, die mich im Texten und im Lektorat weiter begleitet haben oder neu dazugekommen sind, war wie ein bunter Blumenstrauß. Designs, die mir schon beim Ansehen so gute Laune machen, dass es immer wieder Freude macht, die Produkttexte dazu zu schreiben. Pressetexte über Veranstaltungen und Kooperationen, die teils normal, oft aber wegen Corona nur online stattfinden konnten. Blogartikel über die Kunst und die Inspiration einer Kunstmalerin. Und mit am schönsten: das Lektorat für ein Kinderbuch mit einer wunderschönen Geschichte und tollen großen Bildern!

Das Schreiben

Das Schreiben spielt eine große und regelmäßige Rolle in meinem Leben – nicht nur das Schreiben für meine Kund:innen, sondern auch für mein Blog. Wie ich es mir vorgenommen hatte, habe ich mehr gebloggt als 2020, und meine Artikel hatten deutlich mehr Leser:innen. Mit Abstand die meisten Zugriffe hatte der Artikel über die Bildung des Imperativs. 

Der kahle Gipfel des Brockens mit seinen charakteristischen Gebäuden
Das Titelbild meiner Reihe "Beyond Brocken"

Und was waren meine eigenen Lieblingsartikel? "Beyond Brocken  Mein Harz von A bis Z", die Reihe über meine Wahlheimat Harz, mit der ich im Juni angefangen habe, macht mir viel Spaß. Ich lebe schon seit 18 Jahren am Rand des Harzes, seit drei Jahren offiziell im Harz, und ich zeige meinen Leser:innen in der Reihe, was für mich den Harz ausmacht. 

Mit meinem Artikel über die Ausstellung "Reisebilder  Sehnsuchtsorte" im Nordhäuser Kunsthaus Meyenburg habe ich an der Blogparade "Thüringen wieder entdecken" teilgenommen. Nach den Monaten der Einschränkungen war das Thema Reisebilder sehr passend und auch sehr berührend. Der Besuch der Ausstellung war etwas Besonderes – und das ist der Artikel für mich auch!

Ein weiterer Favorit ist meine Rezension von Frank Schätzings "Was, wenn wir einfach die Welt retten?"  seinem ebenso dramatischen wie zuversichtlichen Buch über die Klimakatastrophe. Mit diesem Artikel habe ich an Cordula Natuschs Blogparade #bestessachbuch2021 teilgenommen.

 

Und sonst noch? Ich habe drei Beiträge zur Aktion #365schreibtipps von Barbara Stromberg beigesteuert. Und am Roundup über die Lieblings-Tools von Übersetzer:innen und Texter:innen teilgenommen, zu dem meine Kollegin Andrea Halbritter eingeladen hat. Meine Liebe zur Astronomie und zur Science Fiction führte mich in die Online-Schreibwerkstatt des Museums für Naturkunde Berlin, in der es um naturwissenschaftlich inspiriertes kreatives Schreiben ging.  Und um "dranzubleiben" am Bloggen, sich gegenseitig zu unterstützen und Feedback zu geben, bin ich seit dem Frühjahr Teil einer kleinen und sehr kreativen Gruppe von Blog Buddies, die sich regelmäßig online trifft, übers Schreiben redet und gemeinsam bloggt. 

Ein Schritt ins Ungewisse

Headset
Der Sprung ins kalte Wasser: Ich habe einen Online-Workshop gegeben.

Eines Tages kam ganz aus heiterem Himmel eine Anfrage, zweimal einen Workshop über Presse- und Öffentlichkeitsarbeit anzubieten. Online. So richtig mit Webcam.  Ich hatte zwar inzwischen ein Headset, aber keine Webcam. Ich bin notorisch kamerascheu und hatte mich trotz Pandemie immer noch erfolgreich vor der Anschaffung gedrückt. Meine Blog Buddies hatten sich damit abfinden müssen, dass ich ohne Livebild bei den Online-Treffen dabei war (sorry, Ladies!). 

Ich musste mich entscheiden. Ich wusste: Das Lampenfieber würde fürchterlich sein. Ich wusste: Es geht nur mit Webcam. Ich wusste: Es würde der Moment kommen, wo ich diese Entscheidung verfluchen würde. Ich wusste aber auch: Einen ganz ähnlichen Workshop hatte ich schon mal in Präsenz unterrichtet, so dass die Vorbereitung nicht allzu aufwändig wäre. Und so habe ich meinen inneren Schweinehund zur Ruhe gebracht und zugesagt. Und diese Entscheidung war goldrichtig. Der Workshop hat mir sogar wirklich Spaß gemacht und ich bekam viel positives Feedback von den Teilnehmer:innen.

Und was kommt jetzt?

Es kommt mir vor, als wäre ich noch ein bisschen erschöpft vom Pandemie-Jahr 2021, das ja zu allem Überfluss mit einer neuen, noch ansteckenderen Variante endete, und schon fängt ein neues Jahr an. Immerhin beginnt es hoffnungsvoll: Bald bekomme ich meine Boosterimpfung und hoffe sehr, dass wir die Pandemie in diesem Jahr hinter uns lassen können. Mit Hilfe des Kundenmagnet-Kurses von Lilli Koisser werde ich meine Website überarbeiten und verbessern, um noch besser über mein Angebot zu informieren. Ich will weiter regelmäßig bloggen, meine Reihen auf Facebook und Instagram fortsetzen und mehr auf LinkedIn präsent sein. Ich freue mich auf viele neue und alte Kund:innen und die Vielfalt an Themen, die ich für sie bearbeiten darf. Und ich werde ein Projekt in Angriff nehmen, das mir schon lange im Kopf herumgeistert. Es ist Zeit, das Konzept dafür auszuarbeiten und zu überprüfen, ob es Hand und Fuß hat. Was es wird, verrate ich noch nicht – erst wenn ich mir sicher bin. 

Und wenn ich mir noch was wünschen darf, dann ist es ein Urlaub an der Nordsee!

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Kommentare: 2
  • #1

    Susanne Schäffer (Mittwoch, 05 Januar 2022 18:04)

    Ein interessanter und spannender Rückblick mit einem guten Einblick in das, was du zu bieten hast.

  • #2

    Angela (Donnerstag, 06 Januar 2022 08:18)

    Was für ein runder Jahresrückblick! Ich habe selber mal in ca. 100m Luftlinie von der Elbe gewohnt, da wo sie richtig breit ist. Und ich war mal auf Klassenfahrt an einem kleinen Ort mit so einer Personenfähre über die Elbe an einer richtig schmalen Stelle.Diese Unterschiede und das Verbindende an so einem Fluss finde ich sehr faszinierend. Viel ERfolg und Freude beim Webseitenrenovieren!