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Kundenbindung in Zeiten von Corona (reloaded) – 7 Wege, wie Sie gerade jetzt mit Ihren Kunden in Kontakt bleiben können

Update 2 (05.11.2020)

Leider ist mein Artikel vom April schon wieder aktuell geworden. In den letzten Wochen und Monaten zeichnete sich ab, das das so sein würde - auch wenn ich von ganzem Herzen gehofft habe, dass es nicht so schlimm wird. Aber nun sind wir mitten in der zweiten Welle, im zweiten Lockdown, haben wieder Angst vor Ansteckung. Wieder sind ganze Sparten in ihrer Existenz bedroht. Was für ein Jahr! Vielleicht finden Sie hier ein paar Anregungen, um mit Ihren Kund:innen trotz aller Einschränkungen verbunden zu bleiben. Haben Sie noch weitere Ideen? Schreiben Sie sie gerne in die Kommentare. Wenn ich Ihnen mit Texten oder Lektorat dabei helfen kann, den Kundenkontakt lebendig zu halten, setzen Sie sich bitte mit mir in Verbindung! Vor allem aber: Bleiben Sie gesund!

Update (20.08.2020)

Ich hatte - wie wir alle - gehofft, dass dieser Artikel mittlerweile längst nicht mehr aktuell wäre, weil die Corona-Infektionszahlen so weit zurückgegangen sein würden, dass nur noch minimale Einschränkungen nötig wären. Momentan sind viele Corona-Maßnahmen gelockert und einiges ist bei Beachtung einiger Regeln wieder möglich, auch im Veranstaltungs- und Tourismusbereich. Doch leider steigen die Fallzahlen gerade wieder stärker an, unter anderem bedingt durch die Reisesaison. Die Situation ist weiterhin im Fluss, Regelungen und Maßnahmen ändern sich häufig. Umso wichtiger ist es, dass Sie Ihre Kund:innen und Gäste immer bestens über den aktuellen Stand Ihres Angebots - was geht und unter welchen Bedingungen, was läuft anders als gewohnt, wie funktioniert die Buchung oder der Kartenkauf - informieren! Gleichzeitig ist es sinnvoll, auch für erneute stärkere Einschränkungen gewappnet zu sein und sich zu überlegen, wie Sie dann in Kontakt mit Ihren Kund:innen bleiben können. Ein paar Tipps, wie Sie trotz eventueller Maßnahmen den Kundenkontakt lebendig halten, habe ich im April aufgeschrieben.


Behelfs-Mund-Nase-Masken und Schreibstifte für Kundenkontakt in Zeiten des Coronavirus
Kundenkontakt in Zeiten von Corona. Behelfsmasken: Anne Uthleb von facebook.com/AnnesFadenspiele/

Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 hat die Welt im Griff und plötzlich ist alles anders: Strenge Regeln schränken den Alltag ein, Theater, Kinos, Restaurants und viele Freizeiteinrichtungen sind geschlossen, touristische Übernachtungen sind nicht erlaubt, wir halten Abstand und bleiben zu Hause. Anbieter in den Bereichen Kunst und Kultur, Natur und Tourismus können nicht wie gewohnt für ihre Kunden da sein. Das ist ein Schock und eine große Umstellung, von finanziellen Folgen ganz abgesehen.

 

Wichtig ist jetzt, den Mut nicht zu verlieren und durchzuhalten – und (vielleicht) ungewohnte Wege einzuschlagen, um den Kontakt zu Kunden, Besucherinnen und Gästen aufrecht zu erhalten. Denn wenn wir alle noch eine Weile vernünftig sind, werden die Ansteckungszahlen so weit zurückgehen, dass wir immer mehr zur Normalität zurückkehren können. Dann ist es besonders wichtig, dass Ihr Publikum sich an Sie und Ihr Angebot erinnert, ja darauf brennt, es wieder nutzen zu können. 

Wie können Sie den Kontakt zu Ihren Zielgruppen in Zeiten von Corona lebendig halten? In den nächsten Absätzen schlage ich Ihnen einige Möglichkeiten vor. Ob Sie Veranstaltungen anbieten oder Erlebnisse in der Natur, Theatervorstellungen oder touristische Attraktionen, den Besuch von Ausstellungen oder etwas ganz anderes, es gibt Wege, wie Sie aktiv im Kopf Ihrer Zielgruppe bleiben! 

 

Für viele der Ideen ist der Kern Ihre eigene Website. Sie ist der Mittelpunkt Ihrer Kommunikationsmaßnahmen und der Ort, an dem alle Fäden zusammenlaufen. In einer Zeit, in der man Sie möglicherweise nicht direkt besuchen kann, ist es besonders wichtig, dass Ihre Kontaktdaten auf der Website leicht zu finden sind. Viele der Vorschläge lassen sich auf Ihrer Website recht unkompliziert umsetzen. Und alle sollten Sie auch dort bewerben und begleiten. So werde ich auf Ihre Unternehmens-Website nicht gesondert eingehen, sondern mich auf die darüber hinaus gehenden Mittel zur Kundenbindung konzentrieren. 

 

1. Lassen Sie Ihr Angebot neue Wege gehen!

Ihr Angebot lebt vom direkten Kontakt mit den Kunden? Weil Sie Konzerte veranstalten, Vorstellungen, Führungen oder Exkursionen anbieten? Weil Sie Workshops oder Treffs durchführen? Dann sind Sie von den Einschränkungen besonders hart betroffen. Aber Sie können einen Weg finden, auch jetzt für Ihre Besucher:innen da zu sein. Was sucht Ihre Zielgruppe bei Ihnen? Warum kommt sie zu Ihren Veranstaltungen? Und was können Sie ihr virtuell anbieten, das zu Ihrem Thema passt und dazu führt, dass Sie für Ihre Zielgruppe präsent bleiben?

 

Ich finde es spannend zu beobachten, wie Anbieter kreative Lösungen für dieses Problem finden. Zum Beispiel laden Museen Neugierige dazu ein, auf ihren Websites an virtuellen Rundgängen teilzunehmen und die ausgestellten Kunstwerke von zu Hause aus zu betrachten. Hochschulen stellen Veranstaltungen auf Online-Unterricht um. Theater veröffentlichen kurze Videos mit ihren Künstlern. 

 

Finden Sie eine Möglichkeit, wie Sie Ihr Publikum per Internet bezaubern können? Wenn Sie Führungen in der Natur anbieten: Drehen Sie doch mal einen kleinen Film mit dem Smartphone oder der Digitalkamera, in dem Sie einen Teil der Route zeigen. Laden Sie auf Ihrer Website einen Ausschnitt aus einem Konzert oder einer Vorstellung hoch (hier müssen Sie natürlich die Rechte der beteiligten Künstler beachten, falls derartige Veröffentlichungen nicht ohnehin schon in den Verträgen verankert sind!) Oder haben Sie die Möglichkeit, etwas zum Download anzubieten oder auf Bestellung per Mail zu versenden? Zum Beispiel ein Programmheft von einer früheren Inszenierung oder einem Konzert, zur Erinnerung und zur Verkürzung der Wartezeit, bis Sie wieder ganz normal öffnen können. Sie verkaufen Kurse? Vielleicht können Sie kurze Video-Tutorials als Vorgeschmack veröffentlichen. Oder Sie versuchen es einmal mit Online-Kursen. Es gibt unzählige Möglichkeiten! Erklären Sie Ihr virtuelles Angebot mit ein paar Sätzen auf Ihrer Website und laden Sie dazu ein, es zu nutzen. Und vergessen Sie nicht, es mit anderen Maßnahmen der Kommunikation zu begleiten!

2. Jetzt kaufen, später nutzen: Bieten Sie Gutscheine an!

Wenn man zurzeit Ihr Angebot nicht nutzen kann, überlegen Sie sich, ob es für Sie in Frage kommt, Gutscheine zu verkaufen. Nach Ende der Corona-Krise kann Ihr Kunde den Gutschein einlösen. So erzielen Sie auch jetzt schon Umsätze, und Ihre Kunden haben etwas Konkretes in der Hand. Damit steigt bei ihnen mit Sicherheit auch die Vorfreude. Und Sie können sicher sein, dass der Kunde Ihnen auch nach Corona treu bleibt. Eine andere Möglichkeit der Kundenbindung wäre zum Beispiel ein Wiedersehens-Angebot, mit dem Ihre Kunden beim ersten Besuch nach Corona eine gewisse Ermäßigung oder einen kleinen Mehrwert erhalten – um zu feiern, dass sie wieder bei Ihnen sein können. Wenn Sie das Wiedersehens-Angebot auf Ihrer Website ankündigen, können Sie eine Art Countdown schaffen, bis Sie wieder öffnen.

3. Schaffen Sie die Möglichkeit, online einzukaufen!

Wenn Sie schon einen Onlineshop auf Ihrer Website haben, sind Sie für die Coronakrise gut gewappnet. Denn der Verkauf Ihres Produkts kann online weitergehen. Wenn nicht, denken Sie doch darüber nach, ob Sie kurzfristig einen einrichten können. Gerne unterstütze ich Sie mit Produkttexten und Kategorietexte für Ihren Webshop. Mit den passenden Worten setzen Sie Ihrem Shop das i-Tüpfelchen auf, werden von Ihren Kunden leichter gefunden und sorgen dafür, dass sie nie die Katze im Sack kaufen

4. Vernetzen Sie sich: Social Media zum Knüpfen von Kundenbeziehungen

Eine Unternehmensseite auf Facebook, ein Twitter-Account, das Vernetzen auf LinkedIn, Xing oder Instagram – eine günstigere Möglichkeit, mit Ihren Kunden in direkten Austausch zu treten, gibt es kaum. Einer der Vorteile dabei: Ihre Follower können antworten, kommentieren, liken, aktiv mitmachen … Zum Beispiel habe ich kürzlich auf meiner Facebook Seite dazu aufgerufen, gemeinsam eine Geschichte zu schreiben, damit wir in der bedrückenden Corona-Zeit auf andere Gedanken kommen. Hier können Sie selbst ein paar Sätze beisteuern, wenn Sie mögen.

 

In den sozialen Netzwerken können Sie direkt mit Ihren Kund:innen kommunizieren, sich und Ihre Markenpersönlichkeit zeigen, eine Community und einen Stamm von potenziellen Kunden aufbauen. Blicke hinter die Kulissen, das Vorstellen von Mitarbeitern, kurze Filme, ein Preisausschreiben – der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

5. Regelmäßiger Kundenkontakt 1: Ihr Blog!

Ihren Kund:innen aktuelle Nachrichten aus Ihrem Unternehmen anbieten – das funktioniert bestens mit einem Blog. Gerade jetzt können Sie das Blog ideal nutzen, um mit Ihrer Zielgruppe in Kontakt zu bleiben. Hier haben Sie den nötigen Raum, um mit Inhalten, die für Ihre Zielgruppe relevant sind, für interessanten Lesestoff und spannende Hintergrundinformationen zu sorgen. Themen gibt es mehr als genug auch und gerade jetzt: Wie gehen Sie mit der Coronakrise um? Was bedeuten die Regelungen für Sie, für Ihre Institution? Wie sieht der Alltag an Ihrem Arbeitsplatz jetzt aus? Wie arbeiten Sie hinter den Kulissen für die Zeit nach Corona weiter? Was können Sie jetzt anbieten, und was werden Ihre ersten Schritte sein, wenn die Krise überstanden ist? Das und vieles mehr ist erzählenswert! Oder Sie konzentrieren sich auf das gesprochene Wort, indem Sie sich für einen Podcast entscheiden. Je nachdem, was besser zu Ihrer Zielgruppe und Ihrem Unternehmen passt.

6. Regelmäßiger Kundenkontakt 2: Ihr Newsletter!

Ähnlich wie ein Blog bietet ein Newsletter die Möglichkeit, Ihre Kunden regelmäßig mit interessanten Informationen aus Ihrer Institution oder Ihrem Unternehmen zu erreichen. Falls Sie schon einen Newsletter versenden, erzähle ich Ihnen da nichts Neues. Falls nicht: Dies ist der perfekte Zeitpunkt, damit anzufangen! Vergleichen Sie die verschiedenen Anbieter, die Ihnen die technische Seite des Ganzen abnehmen, und legen Sie los! Natürlich müssen Sie ein wenig die Werbetrommel rühren, um Abonnenten zu gewinnen. Das gelingt mit Ihrer Website und den sozialen Netzwerken. Bedenken Sie dabei immer die Richtlinien des Datenschutzes! Dann steht Ihrem Newsletter nichts im Wege, und eine Mail mit News aus Ihrem Alltag flattert in regelmäßigen Abständen in die Postfächer Ihrer Interessenten. Was die Inhalte angeht, sind Ihrer Kreativität auch hier keine Grenzen gesetzt. Verlinken Sie auf Ihr Blog, auf Ihre Website, binden Sie Bilder oder kurze Videos ein!

7. Die gute alte Pressearbeit

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass auch im Zeitalter des Internet die Pressearbeit einen hohen Stellenwert in der Unternehmenskommunikation hat. Sie wissen selbst am besten, wie Ihre Zielgruppe sich Informationen beschafft. Ich würde wetten, dass Zeitungen und Zeitschriften – ob nun klassische Printausgaben oder Online-Versionen – nach wie vor dazugehören. Diese Tatsache können Sie für sich nutzen, indem Sie auch jetzt in der Corona-Zwangspause keine längere Pause in Ihrer Pressearbeit entstehen lassen. Finden Sie Berichterstattungsanlässe, Themen, die für Sie und Ihre Besucher:innen in Zeiten von Corona relevant sind, zeigen Sie, wie Sie mit den Herausforderungen umgehen und was Sie für „danach“ vorhaben! Natürlich nur, wenn das feststeht – nichts ist unglücklicher, als nach einer verfrüht herausgegebenen Pressemitteilung später zurückrudern zu müssen. Also bleibt uns nichts übrig, als die Dynamik der Situation zu akzeptieren und damit umzugehen. Hier finden Sie Informationen darüber, wie ich Sie bei Ihrer Pressearbeit unterstützen kann.

Fazit: Die Mischung macht's - auch beim Kundenkontakt!

Was unterm Strich so ziemlich alle diese Vorschläge gemeinsam haben, ist, dass Sie sie natürlich wunderbar mischen und kombinieren können. Finden Sie den Mix, der zu Ihnen passt. Und nutzen Sie – als Beispiel – Ihre Pressearbeit, die sozialen Medien und Ihr Blog, um auf Ihr Gutschein-Angebot aufmerksam zu machen. Bewerben Sie Ihren Onlineshop oder Ihr virtuelles Angebot für die Coronazeit über Ihre Website, den Newsletter und Ihre Social-Media-Kanäle. Und so weiter – die Mischung macht’s! Bedenken Sie auch: Der Informationsbedarf ist riesig in dieser Zeit. Die Situation ist ständig im Fluss, es ist nicht leicht, den Überblick über die aktuelle Lage zu behalten. Umso wichtiger ist es, dass Sie darauf achten, den Informationsstand Ihrer Kommunikation – beispielsweise ob und unter welchen Schutzmaßnahmen Kunden Sie zurzeit besuchen können oder welcher Teil Ihres Angebots nicht genutzt werden kann – immer auf dem neusten Stand zu halten.

 

Sie sehen: Was immer eine wichtige Rolle spielt, egal für welchen Weg oder welche Wege Sie sich entscheiden, um den Kundenkontakt aktiv zu halten, sind treffsichere, begeisternde Texte! Gerne unterstütze ich Sie bei Ihren Maßnahmen zur Kundenbindung in der Coronakrise (und natürlich auch darüber hinaus), indem ich das Schreiben für Sie übernehme oder Ihre Texte einem genauen Korrektorat oder Lektorat unterziehe. Melden Sie sich einfach über mein Kontaktformular!

 

Wie gehen Sie mit der Zwangspause durch Corona um? Haben Sie schon Maßnahmen ergriffen, um mit Ihrer Zielgruppe im Austausch zu bleiben? Haben Sie weitere Ideen zu diesem Thema? Schreiben Sie es gerne in die Kommentare!

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